Viren des Geistes

Fast jeder von uns hatten in seinem Leben schon einmal etwas mit Viren zu tun und sie begegnen uns in den unterschiedlichen Bereichen des Lebens. Doch was ist ein Virus? In der Medizin kennt man Virus-Infektionen und auch in der Informationstechnologie finden wir den Begriff Virus wieder. Dort als Computer Virus. In beiden Beispielen handelt es sich um ein „Vehikel“, das eine Information transportiert. Beim medizinischen Virus verursacht diese Information negative Auswirkungen und Symptome. Das Computervirus verhält sich ähnlich, denn er transportiert negative Informationen auf unsere PCs und sorgt damit dort für negative Symptome, bis hin zum Totalausfall. Das kennen wir auch von den medizinischen Viren.

Doch gibt es noch einen Bereich in unserem Leben, wo sich ebenfalls Viren verstecken. Unser Denken. Auch in unserem Geist finden wir Viren, die als gedankliche Prozesse Einfluss auf unser Leben haben. Hier gibt es aber eine Ausnahme, denn es gibt neben negativen Viren auch positive Viren, welche wir als Tool bezeichnen. Tool bedeutet übersetzt Werkzeug und so wirken diese Viren sie in uns. Sie bringen uns weiter und eröffnen uns neue Möglichkeiten. Die psychologische Fachwelt hat dies schon lange entdeckt und bezeichnet diese geistigen Viren als MEM.Die Bezeichnung Mem wurde 1976 vom Evolutionsbiologen Richard Dawkins vorgestellt. Er nannte als Beispiele dazu: „Ideen, Überzeugungen und Verhaltensmuster“.

Solche Meme haben einen großen Einfluss auf unser Leben, denn sie steuern unser Denken und unser Verhalten. Möchten wir an uns persönlich, oder auch an der ganzen Gesellschaft etwas zum Besseren verändern, so ist es wichtig die negativen Meme zu erkennen und dann diese durch positive Tool zu ersetzen. Vorreiterin auf diesem Gebiet war die bekannte Psychologin und Managementtrainerin Vera F. Birkenbihl.

In dem folgenden Vortrag, den Frau Birkenbihl an der TU München hielt, beschreibt sie in ihrer verständlichen und lustigen Art was Meme sind, wie sie wirken und gibt „Werkzeuge“ an die Hand sie zu erkennen und zu verändern. Für unser weiteres Fortkommen in Sachen persönlicher Entwicklung ein unumgänglicher Schritt, da uns diese Meme wie Mumien einwickeln und uns dadurch enorm einschränken. Somit ist es verständlich, dass wir uns nur wirklich entfalten können, wenn wir uns „Ent-wickelt“ haben.

Die im Vortrag vorgestellte Check-Liste von Vera F. Birkenbihl findet ihr am Ende dieser Seite. Doch nun viel Spaß und viele neue Erkenntnisse beim Vortrag „Viren des Geistes“.

Checkliste zum Erkennen von Memen nach Vera F. Birkenbihl

Wenn du glaubst einem viralen Mem aufgesessen zu sein, gehe diese Checkliste durch und überprüfe den Gedanken.

  1. Das Gesagte ist Gut / Richtig / Wahr ?
     
  2. Es ist tugendhaft dies zu denken ?
     
  3. Das zentrale Thema ist Tabu ?
    Darüber spricht man nicht. Wieso? das ist halt so.
     
  4. Totale Intoleranz. Können wir es ertragen?